Archive für 11.5.2007

Marielle: Prolog (1)

Frankenland, 1096


Kaum standen sie sich im Schlafgemach gegenüber, fiel Graf Victor von Doussy über seine verängstigte junge Braut her. Seine Hände griffen nach ihren Brüsten unter dem Brautkleid, doch gleich ließ er wieder von ihnen ab. Der kindliche Körper bot kaum verlockende Rundungen. Fast wäre sein Verlangen erloschen, doch zum Glück stachelten ihr Flehen und ihre Schmerzensschreie seine Erregung aufs Neue an.
Victor von Doussy wurde nicht von Gewissenbissen geplagt. Denn er war der rechtmäßig angetraute Ehemann. Niemand würde ihn daran hindern sich zu nehmen, was ihm gehörte. Wen interessierte noch, was er ihrem Vater, dem gutgläubigen Stephan von Rouen vor der Hochzeit versprochen hatte? Er jedenfalls scherte sich einen Dreck darum.
Ohne sich die Mühe zu machen, das Mädchen zu entkleiden, zwängte er ihr das Knie zwischen die Oberschenkel und drückte sie auseinander. Zu seiner Freude begann sich die Kleine zu wehren. Sie wand sich unter seinem Körper und hämmerte wild mit den Fäusten gegen seine Brust. Er lachte laut und dröhnend, denn sie ahnte nicht, dass sie damit seine Gier nur weiter anheizte. Mit seinem ganzen Gewicht presste er sie tiefer in die Laken hinein. Es dauerte eine Weile, bis er die Veränderung bemerkte. Schlaff und teilnahmslos lag ihr Körper unter ihm. Ein Blick in ihr bleiches Gesicht genügte, um zu erkennen, dass sie in eine tiefe Ohnmacht gefallen war. Sofort verlor er das Interesse an ihr. Doch aus dem inneren Zwang heraus zu vollenden, was er begonnen hatte, brachte er den Beischlaf missmutig zu Ende.
Minuten später stand er bereits wieder unten in der Halle zwischen seinen Mannen, die vollzählig versammelt waren und auf ihn warteten. »Dieu le volt!«, rief er ihnen zu. Dabei schwenkte er sein blutbeflecktes Stofftuch als Beweis für seine erwiesene Manneskraft durch die Luft. Rohes Gelächter antwortete ihm. »Dieu le volt«, schallte es vielstimmig zurück. »Gott will es!«
Auf Victors Zeichen hin begaben sich alle zu ihren Pferden und schwangen sich in die Sättel. Von dieser Minute an kannten sie nur noch ein gemeinsames Ziel. Sie ritten nach Osten, um die heilige Stadt Jerusalem von den barbarischen Heiden zu befreien. »Dieu le volt. Gott will es.«
 

Willkommen und Kontakt

Der Name Corinne Althaus ist ein Pseudonym, das ich gewählt habe, um zu meinem eigenen Vergnügen ein Experiment zu starten. Ist es möglich, einen Roman via Blog zu schreiben und zu veröffentlichen? Ohne lästige Verlagssuche. In der Hoffnung, dass das Werk trotzdem gelesen wird.

Ich wünsche allen, Spannung und Unterhaltung beim Mitlesen.  Wer mit mir in Kontakt treten möchte, kann entweder einen eigenen Kommentar abgeben oder mir unter kontakt@der-grosse-online-liebesroman.de schreiben.

Herzlich
Corinne Althaus

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