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Archive für 10.5.2008
Marielle - die weibliche Hauptfigur (1)
10.5.2008 by Corinne Althaus.
Nachdem ich im vorherigen Beitrag kurz erläutert habe, nach welchem Schema ich die Namen an meine Romanfiguren vergebe, möchte ich auf den Namen meiner weiblichen Hauptfigur eingehen.
Bei der Namensgebung suchte ich nach einem Vornamen, der auch schon im französichen Mittelalter um 1100 gebräuchlich war. Ich stieß dabei auf den Namen “Marielle”.
Es gibt unterschiedliche Aussagen über die Bedeutung und Herkunft des Namens, die nicht zweifelsfrei geklärt sind. Am wahrscheinlichsten ist die hebräische oder ägyptische Herkunft. “Maria” und “Mirjam” kommen als Urform in Frage.
So könnte “Marielle” zum Beispiel mit “kleine Marie” übersetzt werden, wobei der Name “Maria” traditionsgemäß als Symbol für reine, tiefe Liebe steht.
Im Zusammenhang mit meiner Romanfigur finde ich diese Deutung sehr hilfreich.
“Mirjam” stammt aus dem aramäischen und steht für Bitterkeit, die Verbitterung. Im Laufe des Romans wird sich unsere Romanfigur mehr als einmal in Ereignissen beweisen müssen, auf die sie mit Verbitterung reagieren könnte.
Und dann gibt es mit “mry” noch die ägyptische Version. Danach steht “mry” für der/die Geliebte im Sinne von “die/der welche(r) geliebt wird”.
Mit anderen Worten: Der Name “Marielle” birgt in sich bereits so viele Facetten der Geschichte, die ich erzählen möchte, dass er für die weibliche Hauptfigur geradezu perfekt ist.
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Über die Wahl der Namen (1)
10.5.2008 by Corinne Althaus.
Wer eine Geschichte entwickelt und schreibt, steht früher oder später auch vor der Frage: Welche Namen sollen meine Hauptpersonen tragen? Und die Antwort darauf ist wichtiger als es auf den ersten Blick scheint.
Namen können auf Anhieb Sympathien wecken, aber auch umgekehrt wird ein Schuh daraus.
Ah! Oh! sind Laute der Bewunderung, des positiven Staunens. Beim Sprechen machen wir Mund und Augen weit auf.
Entsprechend sind Vornamen, in denen die Buchstaben “a” und “o” dominieren, automatisch positiv besetzt.
Gute Beispiele sind die Vornamen Anna, Maria, Lena, Andreas, Malte, Daniel, die bei der Namensgebung ganz oben stehen.
Iiiiiih! Eäääh! Diese Laute stehen für Ekel, Abneigung, Ablehnung, Unbehagen. Seht euch euer Gesicht an, wenn ihr diese Laute aussprecht. Der Mund verzieht sich, die Augen werden schmal, auf der Stirn und zwischen den Augenbrauen erscheinen Falten.
Vornamen, in denen der Vokal “i” dominiert, werden auf der Beliebtheitsskala selten einen der vordersten Ränge einnehmen: Iris, Ines, Inge. Bei den männlichen Vornamen müsste ich erst länger nachdenken, um fündig zu werden.
Das “E” nimmt in unserem Zusammenhang eine Art Zwischenposition ein. Elke, Eike, Erwin, Editha - das sind sicherlich sehr schöne Namen, reissen schreibtechnisch aber auch nicht vom Hocker, salopp formuliert.
Natürlich existieren nationale Unterschiede, anderswo auf der Welt sind die Emotionen der Vokale vielleicht umgekehrt besetzt. Aber da ich nicht anderswo schreibe, sondern mitten in Westeuropa, richte ich mich bei der Namensgebung für meine Hauptfiguren im Allgemeinen nach diesem Schema:
Meine Hauptfiguren erhalten Vornamen, in denen die Buchstaben “a” oder “o” dominieren und zwar in der ersten Silbe.
Nicht unsympathische Nebenfiguren können Vornamen tragen, in denen das “e” dominiert.
Die Widersacher meiner Hauptfiguren oder andere Unsympathen tragen Vornamen mit “i” in der ersten Silbe.
Achtung: Ich betone ausdrücklich, dass ich hier ausschließlich über die Auswahl von Vornamen bei Fiction-Figuren spreche. Im wahren Leben sind Menschen, in deren Vornamen “i” und “e” eine wesentliche Rolle spielen, bestimmt ausgesprochen liebenswerte Menschen ;-))
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